Kategorie-Archiv: Reiseberichte

VIDEOS ONLINE

Weil wir immer wieder gefragt werden wo man unsere Arbeiten als Videos online sehen kann: HIER ->https://www.youtube.com/user/pxngli/videos

Lissabon Visuals

Visuals/Architekturmapping für John Deere in Lissabon zum Thema „Setting Directions“ Entdecker und Eroberer

ICIF Shenzhen /

PONG.LI/SUSIGAMES represented by Richard Gutleber is visiting ICIF (China (Shenzhen) International Cultural Industries Fair) with an EU-Delegation organized by KEA, ICIF, CNCI & the Bureau.
Thanks for this fruitful SinoEuropeanNetworking Session.

Watertracks

WATERTRACKS


Ein interaktiver Videoessay von Dominik Rinnhofer

Während man den Komfort genießt in nur wenigen Schritten am nächsten Wasserhahn zu sein, bewältigen Menschen in Entwicklungsländern mehrstündige Fußmärsche, um überhaupt an sauberes Trinkwasser zu gelangen. Wie weit der Weg ins „Badezimmer“ für 80% der Weltbevölkerung sein kann zeigt Dominik Rinnhofer mit seinem Projekt WATERTRACKS. Während seines mehrwöchigen Aufenthalts in Ruanda begleitete er Dorfbewohner auf ihrem alltäglichen Weg zu den Wasserstellen und zeichnete die bis zu 8km langen Strecken per Videokamera und GPS auf.

Das dadurch entstandene Material wird nun erstmals in einer interaktiv angelegten Videoinstallation im Open Space Lab veröffentlicht. Der Besucher kann den Ablauf der dokumentarischen Videos durch seine Bewegungen im Raum beeinflussen und die Bildsequenzen unterbrechen oder abspielen. Überdies werden die aufgezeichneten Wege in ihrer Originallänge auf die Umgebung Heidelbergs übertragen und führen zu Wasserquellen in Stadt und Peripherie. Für die Besucher besteht die Möglichkeit die Wegstrecken eigenständig zu erkunden. Dazu wird eine GPS-Gerät (Routenführung), mp3-Player (Tonspur der originalen Route) und Wasserbehälter bereitgestellt.

AUSSTELLUNG 8/2/11 bis 8/3/11
VERNISSAGE 8/2/11 um 19h, drinks+dj
ORT OPEN SPACE LAB im Heidelberger Kunstverein
Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg

 

 

Rwanda VCP

 

2°35′46.97″S 29°41′23.58″E  Dezember 2007

Die Dörfer bestehen zu meist aus weit verstreute Höfe, die schwer zu erreichen sind, auch Kanalisation oder andere infrastruktur lässt sich dadurch schwer etablieren. Die Menschen wohnen bei ihren Feldern. Das heist jeder Bauer hat seine Felder und baut sein Haus natürlich auf seinem Land am Rande der Felder. Für alle Projekte die hier durchgeführt werden stellt sich diese Dorfstruktur als fatales Problem dar. Die Bewohner sind schwer erreichbar, die Kinder müssen weite Wegstrecken zurücklegen um zur Schule zu kommen, Trinkwasser muss häufig über viele Kilometer transportiert werden. Auch die medizinische Versorgung gestaltet sich äusserst Schwierig. Seit einiger Zeit wird versucht eine neue Struktur aufzubauen. Umudugudu heisst die neue Art von Dörfern, die möglichst alle Häuser eines Dorfes nahe einer Strasse versammeln. (Vergleichbar mit der Form der „Anger-Dörfer“ aus Europa, mit dem Unterschied dass die Felder weiterhin vertreut bleiben und nicht direkt hinter dem Haus beginnen) Eines der Pilotdörfer ist Mpungwe. Die Verdichtung der Bewohner auf wenige Hektar macht es notwendig parallel zum Aufbau des Dorfes den Bau Sanitärer Anlagen voranzutreiben. Nachdem während des Genozids viele Dörfer zerstört wurden begann man nach 1994 wieder mit der Besiedelung.
Die ersten Toiletten bestanden aus einfachen Gruben, häufig nur etwa 2-3 Meter tief und einer einfachen Kabine aus Strohmatten. Später wurden diese Toiletten Kabinen wie die Wohnhäuser aus Lehmziegeln gebaut und mit einem Dach versehen. Die Nachteile der ersten Variante: Bei Regen wurden die Latrinen überschwemmt und die Fäkalien traten aus. Die Gruben waren nicht tief genug um langfristig für eine grössere Gemeinschaft als Toiletten zu dienen. Die zweite Variante brachte einige Verbesserungen mit sich, wobei nun der grosse Nachteil darin bestand, dass sich in dem geschlossenen Raum die Gerüche und Fliegen extrem vermehrten. Die Toiletten wurden ein hochinfektiöser Bereich und es wurde „hygienischer“ einen Busch aufzusuchen. Aktuell teilen sich in Mpungwu je zwei Familien eine sogenannte VIP-Toilett (Ventilation-Improved-Pit) die ein Vorläufer des Ecosan Projekts ist. Diese 8m tiefe Latrine kann bis zu 50 Jahre lang benutzt werden. Ein spezielles Lüftungssystem , bestehend aus zwei Plastikrohren, verhindert das Eindringen von Fliegen, und sorgt gleichzeitig für eine optimale Belüftung der Toiletten. Diese Toiletten sind schon ein grosser Schritt zur Erhöhung des hygienische Lebensstandards. Ein grosser Nachteil bleibt allerdings das Versickern von Fäkalien und Urin ins Grund- und somit Trinkwasser.

In Muyogoro (Nachbargemeinde von Mpungwe und gleichzeitig Zentrum der Region) befindet sich die Schule und der Marktplatz.
Die Schule wird von rund 500 Kindern besucht, die sich täglich aus einem Umkreis von mehreren Kilometern zu Fuss auf den Weg machen um zu lernen. 500 Personen benötigen selbstverständlich auch entsprechende Sanitäre Anlagen. Wie in den Dörfern gab es auch hier anfangs nur die Büsche, später einfache Löcher. Aktuell sind es einfache Latrinenhäuschen mit 4 Türen. Ohne VIP Lüftungssystem. Hier wird nun die erste Ecosan Toilette des Village Concept Projects errichtet. Sie soll als Prototyp dienen um die Dorfbewohner in der Errichtung zu schulen und gleichzeitig wird versucht über die Kinder, die zu Hause, von den Toiletten erzählen sollen, die Eltern in den entlegenen Dörfern dazu zu bewegen, sich gemeinsam um hygienischere Toilettenbedingungen zu bemühen.

Es werden direkt an der Schule 4 Ecosan Toiletten entstehen. Zusätzlich wird eine Wasserstelle errichtet, die es, mit Regenwasser gespeist, ermöglichen soll, dass die Kinder sich nach dem Toiletengang die Hände waschen können.
Ecosan ist kein Produkt, sondern ein System. Ähnlich dem VIP-System nur mit einem Entscheidenden Vorteil.
Das Ecosan-System trennt Urin von Kot und ermöglicht so die Herstellung hochwirksamen Düngers für die Felder.
Die Studenten hier erklären es den Dorfbewohnern als Kreislauf. Mensch-Kot-Feld-Nahrung-Mensch.

http://www.digitale-heimat.de/~dorneo/wordpress/

Bukarest und die Schatten

so… nun war ich also in Bukarest. coole Stadt, ein wenig verschlafen noch, die Leute sind ziemlich verpeilt wie meistens im Osten; kennt man ja schon. Das Museum befindet sich im Ceausescu Palast, was in der Bevölkerung nicht gerade für Beliebtheit sorgt. Das Gebäude ist das zweit grösste der Welt nach dem Pentagon, wurde nie richtig fertiggestellt und beherbergt heute nur das Parlament und das Museum of Contemporary Art. ca. 85% des Gebäudes stehen leer:

kranker scheiss!!!!!
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KNIB II

war letzte woche offline, da ich in kiew/ukraina weilte.
dort wurde das Theaterstück bei dem ich Bühnenbild und Video gemacht habe (und armin mir assistierte)
aufgeführt.
Es war ein grosser Erfolg mit minutenlangen Applaus und standing ovations.

Kiew selber war kalt und nass, überall fahnenschwingende parteianhänger der unterschiedlichsten wahlverbindungen. In kiew wird in einer woche das erste mal Demokratisch gewählt. die kommunisten haben im moment die grössten chancen eine mehrheit zu bekommen.

gruss
d
die orangen sind die liberalen, die europafreundlichen, die partei die die revolution angezettelt hatte

PALERMO

palermo

Kurzer Bericht,

Sizilien/Palermo:
/Sonne/Meer/Frühling/Espresso/Fisch/Hafen/Sizilianer/Mopeds/Fisch/Hafen
/Balkon/Wäscheleine/Fisch/KleineAutos/Ruinen/kaputt/Möwen/EngeGasse
/Espresso/Laut/Palmen/OrangenBaum/Fisch/Müll/Dreck/Fisch/schnellueberdiestrasse
/Hafen/BergeDrumRum/Fisch/Familien/Mafia/Kinder/Grün/Palmen/Fisch
greez dor

Der Pilz

Wenn einem langweilig ist – man zu viel Zeit hat oder es einem schlecht geht, egal ob körperliche oder geistige Gebrechen oder man einfach die alltäglichen Dinge nicht mehr als begrüßenswert empfindet – kann man sich mit diversen Mittelchen abschiesen, um das hiesige Dasein zu verzieren. Wie ihr ja wißt gibt es eine Unmenge an chemischen, kinetischen und psychotischen Methoden mit denen die eigen Lichter ausgeknippst werden können.
Neulich traf ich einen ganz besonderen Freund. Ja er war nicht allein, sondern hatte seine Kollegen mitgebracht, die sich in einer geselligen Rund auf der Wiese versammelten und mir viele Späße anboten. Sie scherzten und lachten, machten sich über Gott und die Welt lustig, sprachen von Dingen, die noch kein Mensch gesehen hatte und baten mich eindringlich sie zu verspeisen. Entsetzt wich ich zurück und konnte nicht glauben, was ich hörte und sah – diese Pilze! Jeder von ihnen war knallrot im Gesicht, mannshoch und alle redeten davon wie toll sie schmecken würden. Wie saftig und gährig ihre Eingeweide seien und wie gut man nach dem Genuss ruhen könne. Sie drangen auf mich ein, belagerten mich förmlich, schlossen den Kreis immer enger, bis ich die Flucht ergriff und in den nahegelegenen Fanghornwald rannte. Dort stolperte ich im Gestrüpp umher und lief immer tiefer in das dicke dichte Fichtendickicht. Meine Verfolger rannten hintendrein und hatten sich auch noch vermehrt. Sie riefen ihre miesen Waldkumpanen – wie Fuchs, Biber und Specht, die jetzt auch hinter mir her hatzten. Dazu kamen noch die üblichen Kleinkriminellen aus dem Unterholz, die einen Spaß daran hatten mir Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Da war zum Beispiel der Hinterhalt unter dem Uhustammtisch. Diese elenden Vögel breiteten ihre Flügel aus, so dass sich der Himmel verdunkelte und man nicht einmal die Hand vor Augen sah. Dies wiederum nutzten ihre besoffenen Handlanger im Erdreich, um mich in eine eigens für Menschen angelegte Grube zu lenken, in die ich tief stürzte und mir schwarz vor Augen wurde.
Nach einer unbestimmten Zeit erlangte ich das Bewußtsein wieder – sprang sofort auf um der Gefahr entgegen zu treten aber das feige Pack hat sich verdrückt. Kein riesiger Schwarm H5N1-Bestien mehr zwischen den Bäumen, kein schäumender Fuchs im Astloch und selbst die Rothäute waren nicht mehr auf der Wiese!? So ging ich unverrichteter Dinge wieder heimwärts und erzählte allen von meinem Erlebnis. Sie hielten meine Geschichte für etwas überzogen aber ich führte sie zu dem Ort wo alles begann und man konnte den Zauber immer noch in der Luft verspüren..
Der Pilz aus „Postnaturelle Reduktion“

DerFreund