Kanji
Interaktive Audio-Visuelle Musik Performance
“Das Schwert ist die Seele des Samurai”
Bushido, Eherenkodex der Samurai

Der wohl bekannteste Schwertmeister Japans, Miyamoto Musashi, schrieb kurz vor seinem Tod 1643 das Buch der Fünf Ringe, gorin-no-sho, in der er auf den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Leere, aufbauend, seine Schwertkunst beschreibt.
Jede Bewegung und dem damit verbundenen Gefühl wird von einem der 4 Grund Elemente dominiert. Im fünften Element „Leere“ fliesen die vier anderen Elemente zusammen und bilden eine Einheit.Jede Vollendung mündet in die „Leere“.

Die Grundsätze die Miyamoto Musashi an Hand seiner Schwertkunst erläutert, beschränken sich jedoch keinesfalls nur auf diese. Sie sind vielmehr universell auf das ganze Leben übertragbar.Der Grundgedanke etwas physisch zu üben, um ein höheres Ziel zu erreichen ist heute leider in den „modernen“ Kampfsportarten, wie Judo, Kendo, Karate etc. nicht mehr vorhanden. Mit dem Ziel sich in Wettkämpfen vergleichen zu können, wurde die Flexibilität beschnitten, nur noch bestimmte Vorgehensweisen sind zulässig und es wurde ein starres Regelwerk entwickelt.
Das Ende der Kreativität im Umgang mit dem physisch Erlernten.
Die Seele eines Musikers ist sein Instrument.
gorin-no-sho

Die fünf Elemente stellen die generative Grundlage für die Musik Performance „gorin-no-sho“ dar.
Jedes der fünf Elemente bekommt ein Zeitfenster von fünf Minuten, in der audio-visuell das jeweilige Element auf das zu Hörende und zu Sehende direkt Einfluss nimmt.
3 Musiker werden mit Gitarre, Schlagzeug und Bass zusammen auf vorproduzierten Synthesizer Klänge, sowie realen Geräusche reagieren; während des Konzertes direkten Einfluss auf das Bild und Tonmaterial nehmen. Bewegungen im musikalischen sowie realen Raum werden direkt übertragen und fliesen somit auch als generatives Produktionsmittel in den gesamten Prozess ein. Die Präsenz der 4 Grund Elemente wird für den Zuschauer real erfahrbar gemacht währende des Konzertes.

gorin-no-sho

Ablauf des Konzertes:

Die Gesamtdauer des Konzertes beträgt 25 Minuten. Jedes Element dominiert 5 Minuten lang die Performance.

Zeitplan

Das Element Leere ist in 2 x 2,5 Minuten aufgeteilt. Jeweils 2,5 Minuten am Anfang und am Ende des Konzertes.

Das Konzert beginnt und endet mit einer, an das traditionelle Schwert Zeremoniell der Samurai angelehnte, Ritual.

Auf der Haupt Leinwänden ist das Eröffnungs Schwert Zeremoniell, wie man es auch aus dem heutigen Iaido* kennt, zu sehen.
Zeitgleich dazu ist eine Adaption dieses Zeremoniells live auf der Bühne zu sehen. Jedoch nicht mit einem Schwert sondern mit einer E-Gitarre.

Ablauf

Das Zeremoniell geht direkt in das eigentliche Konzert über.
Nach Beendigung der 20 minütigen audio visuellen Performance folgt direkt im Anschluß die Schlußzeremonie im selben Stil wie die Eröffnungszeremonie.

* Iaido – Die Kunst der Schwert Schnellziehens
Zum Begriff Iaido: die erste Silbe Iai setzt sich zusammen aus zwei Schriftzeichen: I(ru) = sein, und Ai(Au) = zusammenpassen; beides vereint bedeutet so viel wie ganz dasein, ganz dabeisein. Die zweite Silbe Do bedeutet Weg. Damit ist der Vorgang der persönlichen Ausbildung gemeint. In dessen Mittelpunkt steht das Üben einer bestimmten Fertigkeit. Das endgültige Ziel liegt in der Erweiterung der in jedem Menschen befindlichen Fähigkeiten, durch die er sein Leben mit Bewußtsein und Erkenntnis füllen kann.
Zweck des Iaido ist daher zunächst, zu erlernen, wie man das Schwert in allen möglichen Situationen gezielt und sicher bewegen kann. Dies allein wäre Iai-Jutsu: Schwertkampftechnik um des wirklichen Kampfes willen. Das ergibt aber keinen wahren Fortschritt.

Beim Iaido geht es nicht um die Methode, andere mit dem Schwert zu besiegen, sie zu töten. Diese Zeiten sind vorrüber. Es geht darum, das eigene Selbst, das Ego, zu treffen und zu zerschneiden. Die vielen Schwierigkeiten jedes ernsthaft Übenden zwingen ihn zu einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst. Das Ringen und die Überwindung zur Verbesserung ist der eigentliche Beginn seiner Ausbildung.
Der Weg ist das Ziel.
Die Situation des klassischen Schwertkämpfers, der gezwungen ist, sich gegen einen drohenden Angriff zur Wehr zu setzen, steht nun stellvertretend für alle Handlungen des modernen, täglichen Lebens. Nur wenn der Geist frei ist von Zweifeln oder Ängsten, kann man vorausschauend und im Einklang mit den Umständen handeln. Das größte Ziel besteht darin, einen möglichen Kampf zu beenden, ohne das Schwert überhaupt zu ziehen. [http://iai-do.com/]

Plakat

Das Poster entstand parallel zum Prozess der Musiker mit einer eigens dafür erstellten Software und wurde 2-farbig im Siebdruck verfahren produziert.

Produktions Team

Idee, Konzeption, Produktion: Andreas Siefert

Musik Komposition: Andreas Siefert & Dominik Fraßmann
Sound Pre-Production & Sound Collage: Andreas Siefert
Live Sound Mixing: Frank Halbig
Gitarre: Andreas Siefert
Schlagzeug: Dominik Fraßmann
Bass: Roman Beselt
Programierung & Erstellung der interakiven Module: Andreas Siefert
Video Pre-Production : Dominique Allard, Andreas Siefert
Video Editing: Dominique Allard
3D Visualisierung: Dominique Allard
MAX/MSP Sound Patcher: Andreas Siefert
Regie: Andreas Siefert
Licht: Andreas Siefert
Licht Technik Assistenz: Harald Nowak
Laser Technik: Dirk Apitz
Plakat & Grafik: Richard Gutleber
Technischer Rat: Michael Tuxa, Richard Brunner

Betreuende Professoren: Prof. Michael Saup, Prof. Ulay

Das Projekt wird gefördert von:

Sponsoren

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