Der sakrale Raum als Speichermedium der Geschichte. Jeder Raum besitzt seine eigene Geschichte, die als Layer über und unter der sichtbaren Oberfläche liegt. Unser Ziel ist es, diese Schichten im visuellen Konzept der Veranstaltung, freizulegen. Wir arbeiten als Lichtarcheologen und reisen mit dem Raum durch die Zeit. Dazu benutzten wir im Hauptschiff der Kirche, zwei Projektionen an den Seitenwänden, und eine Projektion zentral auf eine zwischen Altar und Kreuz gespannten Gaze (Netzstoff). Zusätzlich im Ostchor Bodenfluter eingesetzt, die zusammen mit der Beleuchtung in den Kreuzflügeln und im Hauptschiff ein visuelles …ffnen und Schliessen des Raumes ermäglichen. In den beiden Querhäusern werden zwei Becken mit Feuer installiert, die als zusätzliche Lichtquelle gezündet werden.
Während der “Zeitreise” schliesst und öffnet sich der Raum durch die Beleuchtung sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung. Offenheit und Enge die dieser Raum selbst erlebte. Sei es zu der Zeit als der Ostchor nicht zugänglich und durch eine Wand vom restlichen Kirchenraum getrennt war, oder als der Himmel sich als natürliches Dach über die Kirche spannte, da der Dachstuhl zerstört worden war. Geborgenheit und Freiheit, beides Attribute die einer Kirche idealerweise zugehärig sein sollte.Die St. Egidienkirche, der einzige erhaltene barocke Sakralbau Nürnbergs, geht auf das ehemalige Schottenkloster zurück, das seinerseits um 1140 die Stelle eines Känigshofes aus der Frühzeit der Stadt einnahm. Der heutige Bau wurde in den Jahren 1711 bis 1718 errichtet. Vom einstigen Kloster sind die romanische Euchariuskapelle, der älteste erhaltene Sakralbau der Stadt aus dem 12. Jahrhundert, ebenso die Tetzelkapelle (1345) und die spätgotische St.Wolfgang Kapelle erhalten.

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